Relaxen an der Ostsee

Am äußersten Zipfel von Rostock, auf der sogenannten Hohe Düne, befindet sich das Hotel Yachthafenresidenz Hohe Düne. Die „Hohe Düne“ liegt gegenüber von Warnemünde, auf der anderen Seite der Warnow.

Mit dem Auto ist das Hotel natürlich gut zu erreichen, die gesamte Anlage verfügt über mehr als ausreichend Stellplätze und eine große Tiefgarage, die verschiedene Ausgänge auf dem riesigen Areal bietet. Die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist möglich, aber nicht ganz einfach. Vom Bahnhof Warnemünde könnte man, nach kurzem Fußweg, mit der Fähre auf die hohe Düne übersetzen. Für Geschäftsreisende aber vermutlich ein zu großer Aufwand, zumal Rostock auch in der Innenstadt einige passable Hotels anbietet.

Die Anlage ist ohnehin nicht auf Geschäftsreisende fokussiert, ich vermute der Buchungsanteil von geschäftlich Reisenden ist hier verschwindend gering. Das gesamte Konzept des Ressorts ist es, den Gästen eine angenehme Zeit in einer tollen Umgebung zu bieten.

Neben dem eigentlichen Haupthaus gibt es weitere Nebengebäude, in denen Zimmer vorhanden sind. Das Hotel verfügt über mehrere Bars und Restaurants, die auf die verschiedenen Häuser aufgeteilt sind.

Mein Empfang im Haus war außerordentlich freundlich und man begrüßte mich herzlich. Die Lobby ist sehr großzügig und klassisch gestaltet und erinnert vom Design her ein wenig an die Grandhotels der 90er Jahre.

Neben einer Bar, die sich quasi einmal um die Lobby herum legt, bietet die Lobby den Zugang zu kleinen Einkaufspassagen, die sich im Hotel befinden. Während eines Aufenthaltes kann man sich hier mit hochwertigen Kleidungsstücken und diversen Parfümerie- und Kosmetikartikeln eindecken. Sogar ein Zigarettenladen für die Raucher ist vorhanden, was bei der Entfernung zum nächstgelegenen Supermarkt oder zur nächstgelegenen Tankstelle durchaus Sinn macht.

Mein Zimmer befindet sich im sogenannten „Haus 4 „das etwa 200 Meter vom Haupthaus entfernt liegt. Den Weg dahin kann ich durch einen überdachten Korridor gehen, der jetzt in der Vorweihnachtszeit mit Tausenden von Lichtern wunderschön aussieht. Die Vorweihnachtszeit bringt aber auch Temperaturen von -3 Grad mit sich, was mit meiner Jacke noch gut zu handeln ist, ich allerdings darüber nachdenke, wie ich den Weg in den Fitness- und Spa- Bereich später in kurzer Hose, beziehungsweise im Bademantel überleben soll.

Mein Zimmer befindet sich auf der 3. Etage und das gesamte Haus macht einen außerordentlich gepflegten Eindruck. Von außen sieht es aus, wie im letzten Jahr erbaut, von innen ist es top instandgehalten, allerdings sehr klassisch möbliert und renoviert.

Mein Zimmer, eine sogenannte “Boatsman Cabin“ ist nicht besonders groß und verfügt neben einem Kingsize Bett, einem kleinen Tisch und einem kleinen begehbaren Schrank, über eine großzügige Terrasse.

Auch im Zimmer ist alles sehr klassisch eingerichtet, es gibt einzelne Ausstattungsobjekte, die dem ganzen einen maritimen Touch verleihen und auch der Begrüßungsbrief im Zimmer ist als eine Art Flaschenpost gestaltet. Wirklich eine nette Idee die mir Freude bereitet.

Ein Wasserkocher ist ebenfalls vorhanden, so dass einem Pulverkaffee am nächsten Morgen nichts im Wege steht.

Mein Badezimmer ist mit viel Marmor und Stein gestaltet, zu meiner Belustigung gibt es tatsächlich goldene Armaturen. Das Badezimmer ist im Vergleich zu den modernen, sterilen Badezimmern in anderen Hotels durchaus mal eine gelungene Abwechslung. Eine Dusche gibt es leider nur in der Badewanne, hier freue ich mich aber über eine intelligente Glastür- Konstruktion, die mir diese widerlichen Duschvorhänge erspart.

Eine kostenfreie Flasche Wasser auf dem Tisch vermisse ich schmerzlich. Bei dem Übernachtungspreis sollte die Investition von etwa einem Euro pro Zimmer und Tag durchaus noch realisierbar sein.

Nachdem ich mich einigermaßen eingerichtet habe, ziehe ich mir also meine Sportklamotten an und mache mich durch die Kälte auf den Weg in den Fitnessbereich. Dieser ist wirklich großzügig gestaltet und beinhaltet alle Geräte, die man benötigt, um ein ordentliches Training zu absolvieren. Auch die Anzahl der vorhandenen Geräte ermöglicht es, dass hier mehrere Menschen gleichzeitig Sport machen.

Nach dem Sport nutze ich die Umkleidekabine des Spabereichs und begebe mich direkt dorthin. Die Nutzung des Spabereichs ist für Hotelgäste kostenfrei. Wer möchte, kann natürlich kostenpflichtige Leistungen, wie Kosmetikbehandlungen und Massagen buchen. Selbst ein Friseur kann man sich hier gönnen.

Der Spabereich verfügt über einen großen Pool, der zum Verweilen einlädt, der offene Kamin im Poolbereich schafft eine wohlige und behagliche Atmosphäre.

Da ich keine Badehose dabei habe, nutze ich ausschließlich die Saunalandschaft, die mich aber wirklich positiv überrascht. Neben mehreren Saunen und Dampfbädern im Innenbereich, bietet dieser Teil des Spas auch zwei weitere Saunen im Außenbereich, ein Eistauchbecken und einen kleinen Außenpool an.

Ein wirklich toller Ort, um sich nach der Arbeit ein wenig zu erholen und Kraft für den nächsten Tag zu tanken.

Nachdem ich mit meinem Wellnessprogramm fertig bin, begebe ich mich also im Bademantel mit den Sportklamotten in der Hand auf dem Weg zu meinem Zimmer, durch die eisige Kälte herein in mein etwas überheiztes Schlafgemach.

Ich schlafe ganz hervorragend in dem gemütlichen Bett und begebe mich am nächsten Morgen ins Haupthaus zum Frühstück.

ich habe ja schon einige Hotelfrühstücke in meinem Leben hinter mich gebracht, das Frühstück in der Yachthafenresidenz Hohe Düne gehört zu den besten, die ich je erlebt habe. Eine unglaubliche Auswahl an toll präsentierten Speisen mit Blick auf den Yachthafen bleibt mir als tolle Erinnerung im Gedächtnis.

Mein Check out verläuft reibungslos und sehr freundlich und ich verlasse ein wenig traurig das Hotel. Hier wäre ich gerne noch ein paar Tage länger geblieben.

Mein Fazit: Für Geschäftsreisende ist das Hotel aufgrund der etwas umständlichen Anfahrt geographisch sicherlich nicht die erste Wahl in Rostock. Wer aber nach seinen geschäftlichen Terminen noch ein wenig Zeit hat und diese sinnvoll nutzen will, ist in dem riesigen Spa Bereich und der maritimen Umgebung genau richtig. Das Frühstück ist sensationell und ab etwa 170€ pro Nacht erhält man ein kleines, aber feines und vor allem sauberes Zimmer.

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