Luxuriöses Haus direkt am Dom

Hilton betreibt mitten in der Kölner Innenstadt ein großes Hilton Hotel. Das Hotel befindet sich direkt am Bahnhof und ist daher mit öffentlichen Verkehrsmitteln hervorragend zu erreichen. Mit dem Auto ist die Anreise ebenfalls möglich, die Einfahrt in eine Großstadt ist jedoch natürlich auch immer mit ein wenig Zeitaufwand verbunden. Wer erstmals mit dem Auto zu diesem Hotel reist, sollte sich vorher über die Adresse des Parkhauses informieren, da man ansonsten einige Runden um den Block dreht, was in einer Innenstadt nicht immer so einfach ist.

Meine Begrüßung im Hotel ist außergewöhnlich freundlich und zuvorkommend. Ich erhalte aufgrund meines Hilton- Status ein Upgrade und bekomme Mineralwasser mit, da man sich an der Rezeption nicht sicher ist, ob auf dem Zimmer Wasser vorhanden ist. Einen angebotenen Gutschein für die Bar lehne ich ab, da ich hundemüde bin.

Beim Betreten meines Zimmers bemerke ich direkt, dass es sich hier um einen Raucherzimmer handelt. Ich war selber mal Raucher und freue mich daher für meine ehemaligen Leidensgenossen, dass es augenscheinlich noch Möglichkeiten gibt, in Hotels Rauchen zu dürfen. Als Raucher ist der ständige Gang nach unten nämlich wirklich eine Qual. Glücklicherweise komme ich mit den geruchlichen Überresten der Raucherei gut zurecht und empfinde den Geruch nicht als sehr störend. Ein kurzer Blick auf einen Beistelltisch bestätigt meinen Eindruck, hier steht tatsächlich ein Aschenbecher. Ein Relikt aus alten Tagen, ich erinnere mich nicht daran, wann ich das letzte Mal in einem Hotel einen Aschenbecher im Zimmer gesehen habe. Die allermeisten Häuser sind heutzutage Nichtraucher- Hotels.

Auch mein Zimmer ist zumindest in Teilen aus einer anderen Zeit: Vorab, es ist wirklich schön gestaltet und bietet neben einem großen Kingsize Bett, eine Sofa Garnitur, einen Arbeitsplatz und ausreichend Ablageflächen. Man sieht dem Mobiliar aber durchaus ein gewisses Alter an. Dies finde ich erstmal nicht tragisch, da auch Hotels nicht alle 5 Jahre ihr komplettes Mobiliar auswechseln können. Das Design ist zeitlos und die Hilton- Designer haben es mal wieder geschafft, dass dieses bereits etwas ältere Zimmer noch lange nicht aus der Mode ist. Außergewöhnlich ist, dass der Raum nicht an allen Stellen gleich hoch ist, sondern eine galerieartige Öffnung nach oben hat, was ein riesiges Raumgefühl schafft. Die Möglichkeit zur Zubereitung von Kaffee und Tee ist glücklicherweise vorhanden. Das Badezimmer stammt vermutlich aus den 80er Jahren und versprüht den Charme dieser Zeit nach wie vor. Die kleinen weißen Fliesen sind schon lange aus der Mode und auch die buchefarbenen Einrichtungsgegenstände mit der Milchglas- Abdeckung machen nicht wirklich einen modernen Eindruck. Es wirkt alles technisch in Ordnung und sauber. Insgesamt ist der Reinigungszustand des Zimmers gut, wie in jeder anderen Großstadt, scheint es aber auch hier Schwierigkeiten bei der letzten Präzision zu geben. Ohne langes Suchen ist ein fremdes Haar schnell gefunden.

Das Haus verfügt über ein Fitnessbereich, der gut ausgestattet ist und alle Möglichkeiten für ein Training bietet. Ebenfalls ist eine Sauna vorhanden.

Das Frühstück am kommenden Morgen ist ordentlich, aber nicht spektakulär. Kleine Feinheiten wie Pfannekuchen gibt es nicht, am Tisch bestellen kann man leider auch nicht, sondern muss sich sein Omelett an der Live- Cooking Station abholen. Das ist kein Drama, geht in einem Hilton- Haus aber auch besser.

Die angebotenen Speisen und die Präsentation sind aber vollständig in Ordnung.

Mein Fazit: Das Hilton in Köln ist ein sehr ordentliches Hotel, dass sicherlich mal zu den besten Hotels der Stadt gehörte. Die Einrichtung ist in die Jahre gekommen und beim Service gibt es, wenn man in die Topliga gehören will, noch ein wenig Luft nach oben. Eine Übernachtung im Hilton Köln gibt es aber etwa 120 €, für Frühstück und Parkplatz sind noch einmal etwa 50 € dazuzurechnen. Das Haus ist insbesondere für Reisende mit dem Zug herausragend gelegen.

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