Direkt am Frankfurter Opernplatz befindet sich das Sofitel Frankfurt. Bei der Buchung des Hotels und der Kenntnisnahme der aufgerufenen Preise wird sofort klar, dass es sich hier um ein Hotel handelt, dass zur Spitzenklasse in Deutschland gehören möchte. Unter 250 € ist in der Regel kein Zimmer zu bekommen. Mit Frühstück und Tiefgarage ist der Einstiegstarif also etwa bei 300 € angesiedelt. Eine Menge Geld für eine Übernachtung. In dieser Preisklasse spielt das Sofitel Frankfurt in einer Liga mit dem Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg, dem Adlon in Berlin oder dem Kameha Grand in Bonn.
Die Tiefgarage ist nicht nur für das Sofitel Frankfurt gebaut, sondern bietet dem ganzen Häuserblock entsprechende Parkplätze. Die Parkplätze für Hotelgäste sind aber separat gekennzeichnet und in ausreichender Stückzahl vorhanden. Mit 40 € Tagessatz ist das ein nicht ganz billiger Spaß, in großen Städten aber mittlerweile Standard. Der Zugangs Bereich zum Hotel vermittelt schon in der Tiefgarage eine gewisse hochwertigkeit, auch wenn die Bedieneinheit des Aufzuges sicherlich durch den Touchscreen erst einmal für Irritationen sorgt. Einmal begriffen ist es aber ganz leicht.
Die Hotel Lobby ist so wie man es sich von einem Hotel dieser Preisklasse erwartet: Elegant, großzügig, aber dennoch dezent. Meine Check- Ins verliefen bei meinen Aufenthalten jederzeit problemfrei, wenngleich ich auch andere Bewertung im Internet gelesen hatte.
Ich denke, dass es stark davon abhängig ist, welchen Mitarbeiter man zu welcher Zeit antrifft Das ist aber kein Qualitätsmerkmal, wenn die Servicequalität gegenüber dem Kunden so stark variiert. Bei einem meiner Check- Ins, bekam ich an Nachbarschalter mit, wie ein Kunde aus meiner Sicht nicht dem Preis des Hotels entsprechend behandelt wurde.
Kaffeemaschine, Wasser und Teekocher waren bei meinen Aufenthalten vorhanden. Bei meinem zweiten Aufenthalt gab es aber leider keine Kondensmilch im Zimmer, diese wurde erst nach vielen wirren Ausreden auf mein Zimmer gebracht. Hier war ich schwer enttäuscht, insbesondere da der Mitarbeiter des Empfangs mir ausdrücklich die Unwahrheit gesagt hatte. Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn bei der Anzahl der vielen Hotelzimmer kleine Fehler passieren. Ich denke aber, je teurer das Hotel ist, desto mehr Energie muss darangesetzt werden, solche Fehler dann auch umgehend beheben.
Dies hat in einem Fall überhaupt nicht gut funktioniert.
Die Zimmer des Hauses die ich bewohnt habe, waren aber wirklich toll. Die Einrichtung ist Luxus pur, in der Junior Suite ist bereits ein riesiger Bereich für Koffer und Bekleidung vorgesehen den es sonst nur in deutlich größeren Suiten gibt. Große Badezimmer, flauschige Handtücher, tolle Bademäntel, gut riechende Pflege Produkte und absolute Sauberkeit machen einen tollen Eindruck.
Die Betten bei Sofitel empfinde ich persönlich immer als sensationell gut.
Die von mir bewohnten Zimmer sind sehr großzügig geschnitten und es lag bei allen meinen Besuchen eine kleine Überraschung auf dem Tisch, was natürlich immer für gute Stimmung sorgt. Lediglich die Lüftung, die ich als relativ laut empfand, hat meine Nachtruhe ein wenig beeinträchtigt, das Problem scheint bekannt zu sein, ist augenscheinlich aber nicht lösbar.
Im Haus befindet sich ein Spa-Bereich mit einem kleinen Schwimmbad und ein Fitness Bereich, der alles vorhält was man für das kleine Training zwischendurch so benötigt. Wenn man besondere Trainingswünsche hat, gibt es die Möglichkeit kostenfrei im benachbarten Fitnessstudio zu trainieren. Das Frühstück in Sofitel empfinde ich als außergewöhnlich gut:
Schon das Buffet bietet reichhaltige Auswahl an Speisen in erlesener Qualität, auf der Karte befinden sich aber viele kleine weitere Highlights. So gibt es Eierspeisen in den verschiedensten Variationen, die weit über das hinausgehen, was in normalen Businesshotel zu angeboten wird. Auch Crepes oder Pancakes sind überhaupt kein Problem. Der Restaurantbetrieb funktioniert auf einem sehr guten und hohen Level. Das Sofitel Frankfurt gehört aus meiner Sicht in die Kategorie der besten Hotels in Deutschland. Was fehlt, ist ein durchgängiges, hohes Serviceniveau das dem Preis gerecht wird. Dass dies innerhalb eines Konzerns nicht immer einfach zu realisieren ist, ist jedem klar, der sich mit Unternehmenstrukturen im Konzern auskennt. Vielleicht hilft es, im Konzern mal das SOY in Berlin oder das Fairmont in Hamburg zu besuchen? Die gehören zum gleichen Konzern und machen es im Service einfach besser. Nur eine tolle Einrichtung und ein schönes Haus reichen aus meiner Sicht langfristig nicht um hohe Preise aufrufen zu können. Hier besteht aus meiner Sicht noch Handlungsbedarf. Das Hotel ist aber natürlich aufgrund der Lage, seiner Bauart, der Qualität der Gastronomie und der Ausstattung Spitzenklasse. Wer bereit ist 250 € und mehr für eine Übernachtung in Frankfurt auszugeben, ist im Sofitel richtig.